Shop mit Story
Meine Rede hier auf diesem Blog: Kein Shop ohne Story. Im Zeitalter des Überflusses verkauft die Story, nicht das Produkt.
©OUFC_Gav
Was bin ich nur für ein mysteriöses Tier?
Geheime T-Shirt-Wissenschaftler am Werk
"The Hipstery" - Befreit Sie von der Qual der Wahl!
Das ist der Schlachtruf der Jungs von "The Hipstery". Der Deal:
- Wählen Sie die Größe Ihres T-Shirts aus und beantworten Sie dann 4 Fragen.
- Geniale Wissenschaftler wählen jetzt das passende Shirt aus.
- Der Postbote bringt´s (aber nur, wenn er´s nicht vorher gestohlen hat).
Monthypythonesker Humor, Grafiken im Stile der 50ger Jahre des letzten Jahrhunderts und dazu ein originelles Geschäftskonzept, fertig ist "The Hipstery".
Kleine Kostprobe gefällig? Statt einer schnöden Bestellbestätigung landet so etwas in der Inbox:
Damit die Tage wie im Fluge vergehen, bis Ihre Hipstery Bestellung bei Ihnen eintrifft, hier noch ein kleines Gedicht, das Ihnen die Zeit versüßen soll: Oh Freude, Freude, Freude. Dein Odem ist mir hold.
Die Wahrheit über The Hipstery
Hipstery ist nichts weiter als Rudis Resterampe. Die Jungs kaufen die Überproduktion und die Restposten von Spreadshirt, Threadless, La Fraise und anderen T-Shirt-Communities auf.
Dann liegen da also 5 blaue Damen-T-Shirts in Größe L und 7 grüne Herren-T-Shirts in Größe S. Außerdem noch 7 Einzelstücke...
Ein normaler Shop würde die Produkte fotografieren, in die Datenbank stellen und sich nichts als Ärger einhandeln. "Menno, ich will das Blaue aber in M, wieso habt Ihr das nur in L? Scheißladen!" Dazu kommt: All der Aufwand für ein Produkt, das ich nur einmal auf Lager habe? Rechnet sich nicht!
Das pfiffige Mystery-Konzept wischt all diese Probleme vom Tisch.
Mystery ist nicht billig
Das Mystery-Konzept ist nicht nur eine tolle Story, sondern katapultiert den Shop auch aus dem ganzen Preisvergleichssumpf heraus. Nix Schottenpreise, kein geiler Geiz!
Ein Shirt kostet 20 €, dazu noch mal 4 € Verpackung. Aber ich war neugierig und habe mitgemacht. Klarer Fall von Spieltrieb schlägt Vernunft. Ich hab´ hier noch gut 20 ungetragene T-Shirts...
Eine gute Story ist nicht alles
Man muß sie auch unters Volk bringen. Hipstery nutzt dazu Social Media (Facebook, Twitter, Video-Plattformen) und PR.
Man versucht über Gewinnspiele und Verlosungen - die zusammen mit bekannten Szene-Bloggern durchgeführt werden - neue Kunden zu gewinnen. Und da Konzept und Story passen, klappt das auch.
Hier das Hipstery-Video
Hier eine Business-Präsentation
Was bringt´s?
Adam Fletcher hat es mit seinem Shop immerhin bis in Spiegel Online, Exciting Commerce und auf etliche Fashion-Blogs gebracht. Mit Adwords oder SEO-Linkbettelei hätt er er das nicht geschafft.
Mein Fazit als Kunde
Ich bin zufrieden. Das T-Shirt gefällt mir, die Lieferung war prompt. Mittwoch bestellt, Donnerstag war ein Feiertag, Freitag war die Ware da. Bonusmaterial gab´s auch: Sticker, eine 3D-Brille und 2 Sammelkarten zur Olympiade 1932 (so eine Art Vorläufer der Pannini-Karten nehme ich mal an). Was ich damit anfangen soll? Keine Ahnung, aber ich fand´s putzig. Paßt zum Brand.
Na ja, und zu guter Letzt: Einen Blogartikel hat die Sache auch noch hergegeben. Mehr kann man für 24 € wirklich nicht verlangen.
Mein Fazit als Berater
Ein klarer Fall von Kopf schlägt Kapital ™. Lieber mit einer feinen Idee ins Gespräch kommen, als reklamistisch rumgrölen.
Und was sagen Sie?