Print stirbt
Beginn einer Linkliste, die zeigt, dass die Tage des Donners für die Verlage definitiv vorbei sind.
©nedbenj
Was vom Tage übrig blieb
- (12.3.2010) Christoph Keese, Cheflobbyist des Axel Springer Verlags, möchte, dass „jeder gewerbliche Nutzer der Verlagsangebote“ dafür zahlt. Er geht dabei von 20 Millionen PCs aus.
Der Kohlepfennig läßt grüßen. Ein nicht mehr funktionierendes Geschäftsmodell soll von der Allgemeinheit subventioniert werden. - (12.3.2010) Violet Blue berichtet auf ihrem Blog, wie der San Francisco Chronicle ihre Beiträge zu SEO-Linkfutter verarbeitet hat und über mehrere Sub-Domains in den Google-Index schaufelt.
Klassisches Verhalten sterbender Pflanzen und Sonnen. Noch ein letztes Mal maximale Ausdehnung und dann Zusammenbruch und Tod. - (12.3.2010) Der Merian macht ein Sonderheft zur Formel 1, nur leider kommt fast nur Mercedes darin vor.
Korruption greift um sich. Niemand ist gerne korrupt, die Not des nicht funktionierenden Businessmodells zwingt dazu. - (23.3.2010) Frank Patalog von Spiegel Online verteidigt Online-Werbung. Er findet, dass Werbung wichtig ist für´s Web.
- (25.3.2010) Der Jahreszeitenverlag kündigt 70 Redakteuren - Thomas Knüwer über seelenlose Redaktionen.
- (26.3.2010) Neue, bessere Vergütungsregeln für freie Tageszeitungsjournalisten - wer sie einfordert, wird gefeuert.
Und wieder zeigt sich: Journalismus hat keine finazielle Zukunft. Mit den Journalisten wird es so sein, wie mit den Neubundesbürgern damals vor 20 Jahren. Die Schlauen machen sich von Acker und der Bodensatz bleibt zurück. Ein weiterer Sargnagel für den Qualitäts-Journalismus.
Und was sagen Sie?