Alles nicht so einfach
Kleiner Nachtrag zu meinem Artikel "Shop mit Story".
In Shop mit Story hatte ich ja was von "Resterampe" geschrieben.
Stimmt so nicht. Direkt aus der Feder von Budge Becher, einem der Hipstery-Geheimnisträger, der Blick hinter die Kulissen:
Das sagt Budge
Ja ich gebe zu, dass ist nicht ganz so einfach -- wir kaufen unsere
Shirts meist wirklich zu "Großhandels-", und nicht zu Schnäppchenpreisen
-- weil wir eben immer zu 100% selbst bestimmen, was läuft (und unseren
Kunden gefällt).
Dass die Hersteller tweise für uns produzieren, ist nicht
die Regel, aber auch nichts besonderes -- es hat sich im Bereich der
(kleineren) T-Shirt Labels etabliert, erst dann zu produzieren wenn man
verbindliche Bestellungen der Kunden erhalten hat, um das Risiko zu
minimieren, dass man am Markt vorbei produziert (und dann eben verramschen
muss).
Unser Geschäftsmodell ist daher, dass wir a.) entweder unbekannte
Labels für unsere Kunden "neu entdecken" und/oder b.) eben zur richtigen
Zeit 10 Shirts bestellen, die es nur kurze Zeit gibt (wie z.b. bei
Teefury oder Woot, wo jedes Shirtdesign nur 1 Tag lang angeboten wird). Das ist wahrscheinlich etwas "tricky", wenn
man nicht direkt mit der Mode/Shirt Industrie jeden Tag zu tun hat.
Einfach ist nicht simpel
Da bin ich wieder in die klassische Falle getappt anzunehmen, daß etwas Einfaches auch primitiv sein muß.
1, 2, 3, zack, bumm, fertig - so einfach ist es dann meistens doch nicht. Gerade die einfachen und erfolgreichen Geschäftsmodelle zeichnen sich durch eine tiefe Kenntnis der Materie aus. So wie Budge schreibt:
Das ist wahrscheinlich etwas "tricky", wenn man nicht direkt mit der Mode/Shirt Industrie jeden Tag zu tun hat.
Nur dann weiß man, wie man so eine Idee operativ umsetzen kann. Denn: Der Teufel ist ein im Detail steckendes Eichhörnchen. Hier 1 € verloren, da 50 ct vergessen und schon dreht sich in Excel alles von schwarz nach rot.
Und was sagen Sie?